Augen auf beim Eierkauf! 🙂

Oder warum eine Websitemiete nicht so günstig ist wie es auf den ersten Blick aussieht.

Für die Neukundengewinnung lassen sich Webdesignagenturen immer wieder attraktive Leistungspakete einfallen und bewerben.

Die klassische Website, die nach der Erstellung in einer Rechnung oder in mehreren Raten bezahlt wird (sogenannter Websitekauf), hat Konkurrenz bekommen. Denn in den letzten Jahren ist die Websitemiete ein beliebtes Zahlungsmodell geworden.

Die Websitemiete gestaltet sich folgendermaßen: Du lässt eine Website gestalten und bezahlst über einen vertraglich festgelegten Zeitraum (meistens 24 Monate) monatlich einen bestimmten Betrag, der sich meist in mittlerer zweistelliger Höhe bewegt.

Das sieht auf den ersten Blick gut aus: Keine 1000 Euro und mehr auf einmal bezahlen, sondern überschaubare Raten. Gerade für Existenzgründer/innen und Kleinunternehmer, die über ein knappes Werbebudget verfügen, scheint dieses Modell eine ideale Lösung zu sein.

Vorteile der Websitemiete

  • Du bekommst eine professionelle Website mit individuellem Design für einen überschaubaren Preis.
  • Du bezahlst jeden Monat eine konstante Miete.
  • Du benötigst kein höheres Kapital für die Website-Gestaltung.
  • Die Website-Technik wird regelmäßig upgedatet (ist in den meisten Website-Mietverträgen als Leistung enthalten)

Auf den zweiten Blick hat die Websitemiete allerdings ihre Tücken. Denn dir gehört die Website nicht, sie wird dir nur zur Verfügung gestellt, solange du zahlst.

Läuft der Vertrag nach 24 Monaten aus und du willst ihn nicht weiter verlängern, ist auch die Website weg. Ansonsten steht eine Vertragsverlängerung an, und je länger der Vertrag läuft, desto teurer wird schließlich die Website.

Hier eine kleine Beispielrechnung

Du entscheidest dich für eine Websitemiete.

Du bezahlst als einmalige Einrichtungsgebühr 329 Euro und für die nächsten zwei Jahre 59 Euro monatlich.

Gesamtsumme: 1.745 Euro für zwei Jahre

Ab dem dritten Jahr: 708 Euro für die Websitemiete

Nach Ablauf des dritten Jahres sind an Kosten aufgelaufen: 2.453 Euro

Du lässt dir eine Website erstellen, wirst in das System eingeschult, um selbst Anpassungen vornehmen zu können, und bezahlst die Gestaltung in einer Einmal-Rechnung.

Preis für die Website: 1.500 Euro
Jahreskosten für Hosting und Domain: ca. 84 Euro (der Beitrag kann auch etwas höher liegen)
Einmalige Einrichtungsgebühr: 25 Euro

Gesamtsumme: ca. 1.609 Euro für ein Jahr

Im zweiten Jahr würde nur noch die Hostinggebühr von 84 Euro anfallen.

Nach Ablauf des dritten Jahres sind an Kosten aufgelaufen: 1.777 Euro

Und mit jedem weiteren Jahr wird die Differenz größer.

Gerade Kleinunternehmer/innen könnten sich so einige Hundert Euro sparen und diesen Betrag in sinnvolle Werbekampagnen investieren.

Nachteile der Websitemiete

  • Nach einer bestimmten Laufzeit übersteigt die Websitemiete die Kosten einer einmaligen Bezahlung für eine Website-Gestaltung.
  • Wird der Vertrag nach der Laufzeit gekündigt, besitzt du auch keine Website mehr.
  • Viele Anbieter von Websitemieten ermöglichen das „Auslösen“ der Website (du kannst sie übernehmen und auf einem eigenen Webspace installieren), was wiederum mit Kosten verbunden sein wird.

 

Dieser Vergleich soll jetzt nicht zeigen, dass eine Websitemiete immer ungünstig ist. Wer weiß, dass er einen Internetauftritt nur maximal zwei Jahre benötigt (z. B. um ein einmaliges Event anzukündigen und zu bewerben) oder bei seiner Budgetplanung nicht auf jeden Euro schauen muss, für den ist eine Websitemiete mit Vorteilen verbunden.

Er braucht sich nicht ums Hosting oder Website-Updates zu kümmern, denn das ist Aufgabe der Website-Vermieter. Auch Änderungen werden von ihnen (bis zu einem gewissen Zeitaufwand monatlich) übernommen.

Doch in den meisten Fällen ist ein Websitekauf der Miete vorzuziehen. Aus diesem Grund haben wir uns von Up nach oben gegen das Angebot einer Websitemiete für unsere Kunden entschieden.

Die Website gehört nach Fertigstellung unseren Kunden und Kundinnen. Gerne übernehmen wir die Pflege gegen einen jährlichen Wartungs- und Betreuungsbetrag. Wer seine Website persönlich pflegen will, wird von uns in das WordPress-System ausführlich eingeschult.

(Bildquelle Artikelanfang: © 200degrees/Pixabay.com)